{"id":17141,"date":"2022-10-18T10:15:40","date_gmt":"2022-10-18T08:15:40","guid":{"rendered":"https:\/\/acent.de\/?p=17141"},"modified":"2023-10-09T14:24:50","modified_gmt":"2023-10-09T12:24:50","slug":"management-anregungen-zum-nachdenken-und-diskutieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/acent.de\/en\/management-anregungen-zum-nachdenken-und-diskutieren\/","title":{"rendered":"Management &#8211; Anregungen zum Nachdenken und Diskutieren"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorwort<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kinder fragen sich h\u00e4ufig, was die Eltern eigentlich machen, wenn sie von morgens bis in den Abend und h\u00e4ufig auch am Wochenende ins B\u00fcro fahren. Dachdecker, Maler, Mechatroniker, sie alle k\u00f6nnen das leicht beantworten. Aber was antwortet die Managerin, der Manager? Und wenn man das schon seinen Kindern nicht erkl\u00e4ren kann, kann man das zumindest den Mitarbeitern verst\u00e4ndlich machen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Teile der Antwort liefert Rainer Jan\u00dfen in seinen Beitr\u00e4gen zum \u201eManagement\u201c, die wir in den kommenden Wochen hier auf der ACENT-Website ver\u00f6ffentlichen d\u00fcrfen.&nbsp;Dabei geht es nicht nur um die Antworten auf kindliche Neugier, sondern nat\u00fcrlich auch um substanzielle Fragen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Warum ruiniert das moralische Fehlverhalten einzelner Manager eigentlich den Ruf eines ganzen Berufsstandes? Reicht Management by Kennzahlen oder z\u00e4hlt der Mensch? Sind variable Verg\u00fctungssysteme und Bonifikationen bei Zielerreichung der Stein des Weisen? Multi-Kulti und Diversit\u00e4t, Teamwork und Individualisten, der Hype der Innovation, Hierarchien sind von gestern, es lebe die Hierarchie bis hin zu dem Wertesystem des ehrbaren Kaufmanns &#8211; Stationen einer Reise durch die Welt des Managers.&nbsp;Fragen \u00fcber Fragen und Buchl\u00e4den mit Regalen voller Antworten. Und jetzt noch ein Versuch, alle Fragen zu beantworten?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, Rainer Jan\u00dfen hat nicht den Anspruch, die abschlie\u00dfende Antwort (die ja bekanntlich 42 lautet) zu kennen. Nach erfolgreichen Jahrzehnten als CIO eines gro\u00dfen R\u00fcckversicherers l\u00e4sst er uns in seiner launigen wie treffsicheren Sprache in den kommenden Wochen an den Irrungen und Wirrungen der Management-Laufbahn teilhaben.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Viel Vergn\u00fcgen dabei w\u00fcnscht Ihnen ACENT.<\/p>\n\n\n\n<p>Robby Wirth&nbsp;<br>Vorstandsvorsitzender der ACENT AG&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einleitung<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Manager sind inkompetente, machtversessene und geldgeile Egomanen. Als Nieten in Nadelstreifen versenken sie fr\u00f6hlich eine Unternehmenstitanic nach der anderen, als Heuschrecken und Globalisierungsstrategen vernichten sie absichtlich und aus reiner Profitgier wertvolle Unternehmen und treiben deren Mitarbeiter in den Abgrund und als bonusversessene Zocker verursachen sie die Finanzkrise und den Absturz ganzer Volkswirtschaften. Mitarbeiter sind f\u00fcr sie nur Rohstoff (human resources). Sie m\u00f6gen von Unternehmenswerten, den Shareholdern, Stakeholdern und sozialer Verantwortung faseln, aber was z\u00e4hlt ist: Ich, ich, ich; mein Dienstwagen, mein B\u00fcro und mein Spesenkonto.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt wohl wenige Berufe, die in deutschen Medien und der breiteren \u00f6ffentlichen Diskussion ausschlie\u00dflich und fl\u00e4chendeckend mit negativen Eigenschaften belegt sind wie der des Managers. Wenn im Tatort ein Manager auftaucht, ist er meist entweder der M\u00f6rder oder das \u2013 verdiente \u2013 Opfer. Bei Rosamunde Pilcher will der gef\u00fchlskalte Manager aus finanziellen Gr\u00fcnden die Sch\u00f6ne bet\u00f6ren und dem edlen, verarmten Edelmann entwenden und in Comedies dienen Manager meist nur als Lieferanten menschenverachtender Witze und Sketche, die man sich sonst nicht zu erz\u00e4hlen traute. Nur ab und an darf ein Recke von altem Schrot und Korn \u2013 meist gespielt von Mario Adorf oder G\u00f6tz George (Gott hab ihn selig) \u2013 noch aus der Rente zur\u00fcckkehren, um die missratene Brut der Jungmanager in die Flucht zu schlagen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn \u00fcber Management und Manager geschrieben wird, dann meistens von Menschen, die keine Manager sind. Journalisten, Schriftsteller, Drehbuchautoren und \u00e4hnlichen nehme ich das nicht \u00fcbel. Ich erwarte ja von einem Krimiautor auch nicht, dass er mindestens zehn Leute ermordet hat, bevor er seinen ersten Krimi schreibt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber bei den angeblichen Fachbuchautoren ist es vielleicht doch ein wenig anders. Wer dem praktisch Handelnden erkl\u00e4ren will, wie er seine Aufgabe durchzuf\u00fchren hat, sollte diese doch auch einmal selbst erledigt haben. Ein Fu\u00dfballtrainer muss ja auch nicht unbedingt Weltmeister geworden sein, aber es hilft doch, wenn er den Sport einmal selbst ernsthaft betrieben hat.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>B\u00fccher \u00fcber Management werden aber meistens von Professoren oder Beratern geschrieben, die selbst nie signifikante Managementaufgaben ausgef\u00fcllt haben. Die wenigen B\u00fccher \u00fcber das Thema, die von ehemaligen Managern geschrieben wurden, stammen von den gro\u00dfen Helden der Wirtschaft wie Welch, Gerstner oder Jobs. Sie haben aber \u2013 wie viele CEOs und Vorst\u00e4nde \u2013 nach eigenem Verst\u00e4ndnis den Status \u201eManager\u201c schon l\u00e4ngst hinter sich gelassen. Manager und Management sind f\u00fcr sie eher die Lehmschicht, die ihre neuartigen Ans\u00e4tze verz\u00f6gert oder gar verhindert haben. Die B\u00fccher dienen mehr der Legendenbildung. Und vergleicht man den Inhalt altersweiser Vortr\u00e4ge der Herren mit ihrem realen Verhalten kann einem oft nur schlecht werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Beitrag ist dagegen vollst\u00e4ndig aus der Sicht eines Handelnden geschrieben. Ich war mehr als drei\u00dfig Jahre Manager. Ich habe meinen Beruf \u00fcberwiegend gerne ausge\u00fcbt und vor allem sah ich meine Aufgabe nicht nur als Job, der gut bezahlt wird, sondern als Beruf, als Profession, als etwas, das man mehr oder minder gut tun kann, das einem Identit\u00e4t gibt. Ein Schreiner will gute M\u00f6bel machen, die gut aussehen, im praktischen Leben funktionieren und handwerklich in der Auswahl und Verarbeitung des Materials \u00fcberzeugen. Ein Musiker will nicht nur die Noten sauber vom Notenblatt abspielen, sondern durch seine Auswahl und Interpretation die Herzen der Zuh\u00f6rer anr\u00fchren. Was will ein Manager? Was ist eigentlich mein Beruf?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Man muss leider feststellen, dass Manager selbst dar\u00fcber selten nachdenken. Oder gar dar\u00fcber schreiben. Man liest die B\u00fccher der Gurus, in der Hoffnung auf ein Patentrezept, das einem zu Ruhm und Reichtum verhelfen m\u00f6ge. Aber selten setzt man sich ernsthaft mit dem eigenen Beruf auseinander, versucht ihn zu beschreiben und zu unterscheiden und so letztlich seine Sch\u00f6nheit und seinen Wert darzustellen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann dem Leser dieses Artikels leider nicht die Antwort auf die Frage aller Fragen versprechen. Auch keine allgemeing\u00fcltigen und endg\u00fcltigen Weisheiten, Methoden oder auch nur Definitionen. Management arbeitet mit Menschen und f\u00fcr Menschen und ist allein deshalb immer von diesen Menschen, ihrer Person, dem Kontext und den Gegenst\u00e4nden der gemeinsamen Arbeit abh\u00e4ngig. Es gibt sehr viele B\u00fccher, in denen immer wieder neue Patentrezepte verk\u00fcndet werden, wie man die richtige Unternehmensstrategie findet, wie man den gesch\u00e4ftlichen Nutzen von Projekten misst, wie man durch Implementierung mechanistischer Methoden die Welt rettet. Viele dieser Arbeiten verwenden dabei immer wieder einen falschen methodischen Ansatz: Wenn man bei den aktuell erfolgreichen Unternehmen nach \u00fcbereinstimmenden Verhaltensmerkmalen sucht, fehlen einem einfach die vielen Unternehmen, die gleiches getan haben, aber mittlerweile pleite sind, in der Stichprobe. Das ist ein bisschen so wie eine Umfrage unter Lottogewinnern nach der besten Kapitalinvestition zu machen: Da kommt raus, dass jeder mehr Lotto spielen sollte! Auch ist der prognostische Wert all dieser Untersuchungen denkbar gering: Von den Firmen, die etwa der ber\u00fchmte Tom Peters in seinem Buch \u201eIn Search of Excellence\u201c pries, waren nach einigen Jahren nur ein Drittel noch wirklich \u201eexcellent\u201c. Dabei sind die Konzepte und Werkzeuge oft nicht wirklich schlecht. Es lohnt sich, sich mit ihnen zu befassen. Aber man sollte sich immer an den alten Spruch erinnern: Wenn Du einem Kind einen Hammer gibst, sieht hinfort alles wie ein Nagel aus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wer den Heiligen Gral, den Stein der Weisen des Managements sucht, sollte hier aufh\u00f6ren zu lesen und andere Lekt\u00fcre suchen. Dieser Blog ist von der \u00dcberzeugung getragen, dass die Sozialpsychologie und die Philosophie viel hilfreichere Instrumente liefern, \u00fcber die Probleme eines Managers nachzudenken als BWL- oder MBA-Kurse. Und dass Thesen, nur weil sie von vielen zitiert und wiederholt werden, trotzdem nicht richtig sein m\u00fcssen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht kann man ja mal etwas anders \u00fcber Management reden als nur in Business Cases und BWL-Jargon. Ich bin \u00fcberzeugt, dass es einen Kern unseres Tuns gibt, der es wert ist, getan zu werden, und der es auch verdient, dass man sich als Aus\u00fcbender dieses Berufes mit ihm besch\u00e4ftigt \u2013 und so letztlich vielleicht auch irgendwann diesem Beruf zu einem professionellen Selbstverst\u00e4ndnis verhilft, das dann auch die \u00f6ffentliche Wahrnehmung unseres Standes ver\u00e4ndern kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss erlauben Sie mir noch eine pers\u00f6nliche Anmerkung. Vielleicht haben Sie sich n\u00e4mlich schon gefragt, was Ihnen denn der alte wei\u00dfe Mann \u00fcber F\u00fchrung erz\u00e4hlen will: Die neuen Generationen X, Y, Z sind doch so ganz anders als alles vorher, wollen anders arbeiten, mehr Work-Life-Balance, dank neuer Technologien weniger ortsgebunden etc. Das einzig \u00fcberraschende an diesen Aussagen ist, dass es so seit etwa 20 Jahren immer h\u00e4ufiger Aussagen von \u00c4lteren gibt, dass es die n\u00e4chste Generation besser kann mit der F\u00fchrung. Bis dahin gab es \u00fcber Jahrtausende von den alten Kulturen in Mesopotamien und \u00c4gypten, \u00fcber Aristoteles und Kant zu den moderneren Autoren drastische Kommentare \u00fcber die Unf\u00e4higkeit und Faulheit der n\u00e4chsten Generation. Beides hat nie gestimmt. Nat\u00fcrlich haben sich gesetzliche Rahmenbedingungen ge\u00e4ndert, Werkzeuge zur Kommunikation etc., aber die Grundprobleme der Zusammenarbeit bleiben gleich. Auch die F\u00fchrungstypen sind sehr \u00e4hnlich. Als ich begann, sagte man \u00fcber die strikten Hierarchen, dass diese nur ein biologisches Problem seien, das sich mit der n\u00e4chsten Generation herauswachsen w\u00fcrde.&nbsp; Das stimmte leider nicht. Auch in der n\u00e4chsten Generation waren die rigiden Chef-Typen immer noch da. Sie nutzten vielleicht andere Mittel zur Kontrolle, aber ansonsten? Same procedure as every year. Und um Ihnen gleich alle utopischen Hoffnungen auf die g\u00e4nzlich bessere Welt in der Zukunft zu nehmen, lassen Sie es mich einmal drastisch ausdr\u00fccken: Der Anteil der Arschl\u00f6cher auf jeder Hierarchieebene von Organisationen scheint eine Naturkonstante zu sein und sich trotz aller Bem\u00fchungen der Personalabteilungen nicht zu ver\u00e4ndern!&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzliche Aussagen zum Umgang mit Menschen \u00fcberdauern die Zeit. Lesen Sie einmal den wirklichen Klassiker zu diesem Thema von Adolph Freiherr Knigge. Nicht das, was heutige Benimmb\u00fccher daraus gemacht haben, sondern wirklich das Original. Es ist immer noch erstaunlich frisch und lesenswert. Denn da geht es nicht darum, welche Gabel man f\u00fcr welchen Gang benutzt, sondern um den achtsamen und respektvollen Umgang mit den Mitmenschen. Und solche die Zeit \u00fcberdauernden Fragen \u2013 so wenigstens meine \u00dcberzeugung \u2013 behandeln auch die Beitr\u00e4ge in diesem Blog.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Um wen geht es hier eigentlich?<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wort Manager ist ein recht inflation\u00e4r verwendeter Begriff. Seine Wurzeln liegen wohl im Lateinischen: Manus (Hand) und agere (tun, treiben) bildete irgendwann das italienische Wort maneggiari f\u00fcr das Pferd in der Manege (sic!) mit der Hand f\u00fchren. Die ersten Manager tauchten deshalb wohl auch im Umfeld von Zirkus und Shows als Manager von K\u00fcnstlern auf. Aus dem italienischen Wort entstand irgendwann das englische manage, dass ein Handhaben von irgendetwas bezeichnet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gehandhabt wird am Ende irgendwie alles, deshalb gibt es mittlerweile unheimlich viele Manager oder Managementfunktionen. Da gibt es den Facility Manager (fr\u00fcher Hausmeister) oder den Client Manager (Kundenbetreuer), den Task Manager auf ihrem PC, den Projekt-Manager, den Risk oder Compliance Manager, den Business Process Manager, den Manager Stakeholder Intelligence, den Service Manager und den Product Manager und viele andere mehr. Manchmal stehen sie gro\u00dfen Organisationen vor, manchmal sind sie Einzelk\u00e4mpfer, manchmal auch nur einfache Angestellte mit einem bombastischen Titel, der wohl tr\u00f6sten soll, dass das Gehalt nicht so bedeutend ist wie der Titel.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich hier von einem Manager rede, meine ich die F\u00fchrungskraft in einem meist eher gr\u00f6\u00dferen Wirtschaftsunternehmen oder anderen Organisationen, der eine Gruppe von Menschen als Teil der Aufbau- und Ablauforganisation direkt oder \u00fcber andere Manager f\u00fchrt. Ich klammere dabei bewusst den Vorstand oder die oberste F\u00fchrungsebene, vielleicht auch Eigent\u00fcmer des Unternehmens aus. Diese Menschen entwickeln oft ein anderes Verst\u00e4ndnis von sich selbst und ihrer Aufgabe. Sie sind oft auch tats\u00e4chlich mehr in der \u201eAu\u00dfenpolitik\u201c t\u00e4tig als mit der F\u00fchrung der eigenen Organisation besch\u00e4ftigt. Management ist f\u00fcr sie eher die Lehmschicht im Unternehmen, die verhindert, dass ihre gro\u00dfartigen Ideen an die Basis gelangen. Bei mir sind Manager diejenigen F\u00fchrungskr\u00e4fte, die die Organisationen am Laufen halten, die versuchen, die Willensbekundungen der Spitze in t\u00e4gliches Tun zu \u00fcbersetzen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei bin ich selbst von einem Umfeld gepr\u00e4gt worden, in dem es im Wesentlichen um wissensbasierte Dienstleistungen ging, weniger um die Produktion von G\u00fctern. Der Gegenstand der zu erbringenden Leistung und der t\u00e4glichen Arbeit ist in solchen Unternehmen oft weniger klar als in einem produzierenden Unternehmen, aber ich denke, dass viele meiner \u00dcberlegungen auch f\u00fcr Manager solcher Unternehmen hilfreich sein k\u00f6nnen. Au\u00dferdem sind viele Unternehmen, die am Ende reale G\u00fcter wie ein Auto produzieren, doch in weiten Teilen eher wissensbasierte Dienstleister als noch reine Blechbieger und Schrauber.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist gar nicht so einfach und klar, was ein solcher Manager tut. Wenn Sie selbst Manager sind, sind Sie vielleicht einmal wie ich von Ihrem Kind aufgefordert worden, zu erkl\u00e4ren, was Sie eigentlich so machen und wof\u00fcr Sie Ihr Geld bekommen. Und dann wissen Sie, dass es gar nicht so einfach ist, diesen Beruf zu beschreiben. Ich habe es vor Jahren, als mein J\u00fcngster diese Frage stellte f\u00fcr eine gute Idee gehalten, einen typischen Arbeitstag zu schildern. Als ich dann einige Tage sp\u00e4ter von der Arbeit nach Hause kam, fragte mich mein Sohn: \u201eNa, hast Du wieder gut geschwallt!\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich ist das Gespr\u00e4ch mit Mitarbeitern oder Kollegen, der Vortrag vor Chefs oder Partnern, die Diskussion mit Projekten im Ringen um die richtigen Probleml\u00f6sungen usw. usw. ein gro\u00dfer Teil der t\u00e4glichen Arbeit, aber es ist auch nicht Alles. Deshalb versuche ich in den folgenden Abschnitten jeweils einen mir wichtigen Aspekt der T\u00e4tigkeit eines Managers zu beschreiben. Es ist meine subjektive Sicht der Dinge und es geht mir nicht um die Erarbeitung einer gro\u00dfartigen wissenschaftlichen Theorie. Deshalb zitiere ich auch nicht die Literatur im Text, um eine Art Wissenschaftlichkeit vorzut\u00e4uschen, sondern gebe Ihnen zum Schluss eine Liste mit Literaturempfehlungen, um bestimmte Aspekte vielleicht zu vertiefen. Ansonsten soll jeder Beitrag vor allem als Anregung zur Reflexion und zur eigenen Positionsbestimmung dienen. Und wenn Ihnen Themen auffallen, die in meinem Arbeitsplan nach Ihrer Ansicht fehlen, bin ich nat\u00fcrlich f\u00fcr Ihre Hinweise besonders dankbar. Ansonsten bitte ich vorab schon hier um Nachsicht des Lesers. Getreu dem Motto eines langj\u00e4hrigen Chefs \u201eLieber einen Freund verlieren als eine gute Pointe\u201c neige ich zu spitzen, nicht immer ausgewogenen Formulierungen. Bei Themen, die mir sehr am Herzen liegen oder die mir im Berufsleben sehr viel Pein bereitet haben, kann das auch schon einmal in hoffentlich immer noch positiven Zynismus abgleiten.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorwort Kinder fragen sich h\u00e4ufig, was die Eltern eigentlich machen, wenn sie von morgens bis in den Abend und h\u00e4ufig auch am Wochenende ins B\u00fcro fahren. 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