Der CIO – Verantwortlicher für Enterprise Architecture oder IT-Leiter?
Enterprise Architecture Mgmt.

Serie: Der CIO – Verantwortlicher für Enterprise Architecture oder IT-Leiter?

Teil 2: Sieben Kernargumente für Enterprise Architecture Management

Wir haben Ihnen die 7 Top-Argumente zusammengestellt, mit denen Sie zögerliche Entscheider vom Nutzen eines umfassenden Enterprise Architecture Managements überzeugen werden:

1. Eine Enterprise Architecture ist strategisch. Sie unterstützt die fünf Leitsätze Michael Porters zur Erzielung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile:

  • „Strategie muss mehr als sein als operationelle Exzellenz.“
  • „Die Strategie muss einzigartig sein.“
  • „Die Strategie darf nicht beinhalten, allen möglichen Kundengruppen alles recht zu machen.“
  • „Die einzelnen Komponenten der Strategie müssen aufeinander abgestimmt sein.“
  • „Die Strategie wird von strategisch denkenden Managern gelebt.“

2. Eine Enterprise Architecture hilft bei der Beherrschung von Größe des Unternehmens und Flexibilität der Marktanforderungen. Sie verbessert die Kommunikation, da sie eine gemeinsame „Sprache“ im Unternehmen schafft.

3. Eine Enterprise Architecture hilft bei der Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Sie erzeugt Transparenz durch eine exakte Beschreibung des Geschehens im Unternehmen, verbessert damit etwa das Basel III Rating.

4. Eine Enterprise Architecture unterstützt Outsourcing / Offshoring, M&A und Divestitures. Sie schafft klare Organisationsstrukturen und Geschäftsprozesse mit definierten Schnittstellen.

5. Eine Enterprise Architecture ist die Basis für durchgreifende Prozessoptimierung (Effizienz, Durchlaufzeiten und Qualität) durch IT. Sie ermöglicht es, Änderungen und ihre Konsequenzen anhand eines Modells des Unternehmens zu planen und zu simulieren. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  • Kaum ein Geschäftsprozess läuft noch ohne IT-Unterstützung.
  • Die IT liefert die entscheidenden Anstöße und Möglichkeiten zur Prozessverbesserung.
  • Geschäftsprozesse erfordern im Zeitalter der Digitalisierung ein nie gekanntes Maß an Informationsintegration (z.B.: Kulanzmanagement in der Automobilindustrie, globaler Einkauf, Fokus auf den Endverbraucher).

6. Eine Enterprise Architecture schafft die Voraussetzung, Geschäftsnutzen aus der wachsenden „Intelligenz“ von Produkten und aus Digital Services rund um Produkte zu generieren.

  • Der Verkauf von Zusatzfunktionen während der Einsatzzeit von Produkten wird eine reale Option: technisch ist es beispielsweise kein Problem mehr, für ein Auto 20 PS mehr über das Wochenende zu buchen, zu bezahlen und über das Netz automatisch zu installieren.
  • Teile von Geschäftsprozessen, wie etwa Diagnosefunktionen, können ins Produkt selber verlagert werden. Die Grenzen zwischen unterschiedlichen Rollen werden fließend.

All das wird ohne übergreifende Enterprise Architecture nicht erfolgreich sein.

7. Last but not least: Eine Enterprise Architecture ermöglicht die Erhöhung von Effektivität und Effizienz des IT-Einsatzes. Sie schafft die Basis für mittelfristige Planungen, kürzere Entwicklungszeiten und weniger Fehler.

In Kürze erscheint Teil 3: Pflege der Enterprise Architecture und Anforderungen an den Verantwortlichen für die Unternehmensarchitektur.

Fragen, Feedback und Kommentare zu diesem Beitrag senden Sie bitte an t.wolf@acent.de

Thomas Wolf | 23.09.2019

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